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BEITRÄGE

Steuerförderung beim Mietwohnungsbau

17.03.2016

Neues Steuergesetz bietet Investoren Vorteile beim Kauf oder Bau neuer Wohnungen

 

Ein neues Steuergesetz soll Menschen motivieren, möglichst zeitnah neue Wohnungen zu bauen oder zu erwerben. Wer nämlich zwischen 2016 und 2018 einen Bauantrag zum Bau von Mietwohnungen stellt, erhält unter bestimmten Voraussetzungen einen Steuerbonus, der als Sonderabschreibung letztmalig im Jahr 2022 genutzt werden kann.

 

Dieser Steuerkicker ist jedoch an bestimmte Vorgaben gebunden. So kann die

Sonderabschreibung nicht überall in der Bundesrepublik in Anspruch genommen werden. Die Immobilie muss vielmehr in einem Fördergebiet liegen, für die das Gesetz folgende Anforderungen definiert:

 

  • zum Zeitpunkt der Beantragung der Baugenehmigung oder des Antrags bzw. der Anzeige durch die Anlage zu § 1 Abs. 3 der Wohngeldverordnung sind die Mietstufen IV bis VI zugewiesen, oder
  • es wurde von den jeweiligen Landesregierungen durch Rechtsverordnung das Gebiet als solches mit angespanntem Wohnungsmarkt eingestuft, oder
  • die jeweiligen Landesregierungen haben durch Rechtsverordnung das Gebiet als solches mit abgelehnter Kappungsgrenze definiert.

 

Zur Umsetzung der Steuerförderung wurde der Paragraf 7b dem Einkommensteuergesetz (EStG) hinzugefügt. Käufer können danach im Jahr der Anschaffung oder der Herstellung sowie in dem darauffolgenden Jahr bis zu jeweils 10 Prozent als Sonderabschreibung in Anspruch nehmen – im darauffolgenden, dritten Jahr sind es bis zu 9 Prozent. Mit dieser Gesetzeslage können also bis zu 35 Prozent der förderfähigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten steuerlich berücksichtigt werden.

 

Allerdings kann die Sonderabschreibung nur in Anspruch genommen werden, wenn die Anschaffungs- oder die Herstellungskosten der begünstigten Investitionen 3.000 Euro je Quadratmeter nicht übersteigen. Es soll also bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden.

 

Darüber hinaus sind die Anschaffungskosten bzw. die Herstellungskosten der Immobilie nur dann Bemessungsgrundlage für die Sonderabschreibung, wenn diese maximal 2.000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche betragen. Zusammenfassend ist dabei ein Objekt mit einem Quadratmeterpreis von 3.000 Euro förderungsfähig, die Bemessungsgrundlage der Abschreibung sind jedoch maximal 2.000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche.

 

Eine weitere Voraussetzung, die wiederum zur rückwirkenden Aberkennung der Steuervorteile führen kann, ist die Tatsache, dass die geförderten Gebäude mindestens zehn Jahre nach Anschaffung oder Herstellung der entgeltlichen Überlassung zu Wohnzwecken dienen. Eine Umwidmung der Räumlichkeiten ist somit ausgeschlossen, will man den Steuervorteil nicht gefährden.

 

Beurteilt man die Intention und die Umsetzung in Form des Paragrafen 7b EStG, hätte man sich eine einfachere Handhabung gewünscht, zumal viele Gemeinden derzeit mit den aufgeführten Punkten zur Einstufung als Fördergebiet überfordert sind.

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