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BEITRÄGE

Banken und AIF's

27.09.2017

Über viele Jahre waren Beteiligungsmodelle eine wichtige Provisionseinnahme für Banken. Nun, nach der Regulierung, kehren einige Banken in das Geschäft zurück.

 

Geht es nach der Ratingagentur Scope, hinken die Publikums-Alternative Investment Fonds (AIF) ihren einstiegen Erfolgen weit hinterher. So konnte sich laut Scope das platzierte Eigenkapitalvolumen gegenüber dem Vorjahr nicht erhöhen. Die Anzahl der 2016 emittierten Fonds war sogar rückläufig. Insgesamt wurden im Jahr 2016 nur 24 geschlossene Publikums-AIF mit einem geplanten (prospektierten) Eigenkapitalvolumen von insgesamt 1,04 Milliarden Euro von der BaFin zum Vertrieb zugelassen. Sieben weniger als im Vorjahr, bei immerhin gleichem Platzierungsvolumen. 70 Prozent davon waren Immobilien-AIF. Im Jahr 2012, der Einführung neuer regulatorischer Vorschriften, lag das emittierte Eigenkapitalvolumen immerhin noch bei 4,2 Milliarden Euro.

 

Die einstiegen grauen Schmuddelkinder der Branche unterliegen inzwischen dem Kapitalanlagegesetzbuch und werden staatlich reguliert. Sollte keine größere Krise eintreten (Immobilienkrise, Schifffahrtskrise) halten Fachleute das Eintreten der prospektierten Werte für wahrscheinlich. Die Anleger sind dennoch verhalten. Bis auf wenige Ausnahmen, findet der Vertrieb von AIF im sogenannten freien Anlagevertrieb kaum mehr statt. Auch die Bankenlandschaft war über viele Jahre zurückhaltend. Zum Teil sind sie es noch heute. So kann sich die Commerzbank nach eigenen Aussagen kaum vorstellen, in das Geschäft mit den AIF einzusteigen. Zu negativ sei dieser Markt besetzt. Fairerweise muss man dazu sagen, dass die Commerzbank mit eigenen Produkten und der Zulieferung durch Dritte nur wenig gute Erfahrungen machte. Auch die Deutsche Bank, einst ein großer Anbieter von Schifffahrts- und Immobilienfonds, stoppte einen eigenen AIF nach kurzer Zeit. „Die Kunden hatten kein Interesse“, lautet die Begründung.

 

Wer sich dem Markt dagegen geöffnet hat, sind die Raiffeisenbanken und Sparkassen n Deutschland. Die Anbieter von AIF bestätigen, noch etwas vorgehaltener Hand, dass die Nachfrage von deren Seite ansteige. Dabei sind es vorrangig Immobilienfonds, die über die Kundenschalter der genossenschaftlich geprägten Banken gehen. Im Einzelfall aber auch ein Flugzeug oder eine Erneuerbare-Energien-Anlage. Dabei fällt auf, dass die Banken am ehesten an AIF interessiert sind, die den geschlossenen Sachwertbeteiligungen auch in Krisenzeiten die Stange gehalten haben.

 

Es bleibt zu hoffen, dass die Rechnungen der Anbieter von AIF in den kommenden Jahren aufgehen. Genug kontrolliert sind sie jedenfalls. Und die Zahlen sind derart konservativ gerechnet, dass sie kaum mehr einen Unterschied zu den offenen Fonds zeigen. Die jedoch haben keine so lange Laufzeit und sind damit flexibler. Offenbar sind die AIF da angelangt, wo sie im Sinne einer Portfoliostreuung immer gesehen waren: als mittel- bis langfristiges Investment, dessen Erträge vergleichsweise planbar sind.

 

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